Die Sicherheit von Baustoffen stehen heute stärker denn je im Mittelpunkt. Gleichzeitig rückt ein Thema zunehmend in den Vordergrund: PFAS. Diese Stoffgruppe ist in der öffentlichen Diskussion angekommen und wird auch im Bauwesen immer häufiger zum Entscheidungskriterium.
PFAS umfassen eine große Gruppe chemischer Verbindungen, die unter anderem wegen ihrer wasser-, fett- und chemikalienabweisenden Eigenschaften eingesetzt wurden. Zudem geraten sie verstärkt in den Blick, weil sie sehr beständig sind und sich in der Umwelt anreichern können. Deshalb werden sie auch häufig als „Ewigkeits-Chemikalien“ bezeichnet.

Die Materialwahl im Bauwesen wird daher nicht mehr nur unter technischen Gesichtspunkten betrachtet. Auch die Frage, wie Baustoffe im Kontext aktueller Umwelt- und Regulierungsdiskussionen einzuordnen sind, gewinnt an Bedeutung. Genau vor diesem Hintergrund haben sich Sto und StoCretec zum Ziel gesetzt, PFAS-freie Lösungen für Beton- und Bodenanwendungen anzubieten und damit den aktuellen und zukünftigen Umweltanforderungen gerecht werden.
Aktuell sind alle innerhalb der Sto SE & Co. KGaA produzierten Produkte unter den Bezeichnungen StoPox, StoPur, StoCryl, StoJet und StoCrete nach unserem derzeitigen Kenntnisstand und bestem Wissen frei von PFAS. Damit stehen Systeme zur Verfügung, die hohe technische Anforderungen erfüllen und zugleich eine belastbare Grundlage für eine bewusste Materialwahl schaffen.

Mit unseren Lösungen verbinden wir technische Leistungsfähigkeit mit Langlebigkeit und anwendungsorientierter Sicherheit. Ob bei der Sanierung beschädigter Betonflächen, beim Schutz industrieller Infrastrukturen oder bei Bodenbeschichtungen in Gewerbe-, Industrie- und Logistikgebäuden: Sto bietet Lösungen für Anwendungen, in denen technische Anforderungen, Langlebigkeit und eine bewusste Materialwahl zusammenkommen.

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Sie gehören zur Gruppe der fluorierten Kohlenwasserstoffe und sind auch als PFCs (per- und polyfluorierte Chemikalien) oder PFTs (perfluorierte Tenside) bekannt. Zu dieser Stoffgruppe zählen rund 10.000 verschiedene Chemikalien. Einzelne Vertreter, wie PFOA, sind aufgrund ihrer Eigenschaften bereits reguliert oder verboten. So ist PFOA in der EU seit 2020 nicht mehr zulässig.
PFAS sind äußerst langlebig und werden in der Umwelt kaum abgebaut. Deshalb bleiben sie über sehr lange Zeiträume in Boden, Wasser und Luft erhalten und werden häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Ihre hohe Persistenz führt dazu, dass sich diese Stoffe über Jahre oder sogar Jahrzehnte in der Umwelt anreichern können.
PFAS bieten viele technische Vorteile, da sie wasser-, schmutz- und fettabweisend sowie beständig gegenüber Hitze und UV-Strahlung sind. Gleichzeitig kommen diese Stoffe natürlich nicht in der Umwelt vor und wurden dennoch weltweit in Boden, Gewässern, der Luft und sogar im Trinkwasser nachgewiesen. Schätzungen zufolge leben rund 12,5 Millionen Europäer in Gemeinden, in denen PFAS im Trinkwasser festgestellt wurden. Dadurch stehen die Stoffe zunehmend im Fokus von Umweltschutz, Forschung und Regulierung.