Die TR Instandhaltung hat die Planung von Betoninstandsetzungen nachhaltig verändert. Klare Anforderungen an Bauprodukte, Systeme und Nachweise sorgen für mehr Sicherheit und Qualität, erhöhen aber gleichzeitig die Anforderungen an Dokumentation und Planung. Was bedeutet das konkret für die Praxis?
Darüber sprechen wir mit unserem Produktmanager für Betoninstandsetzung, Alexander Jurecka, der bei StoCretec die Umsetzung der Norm in den Alltag von Anfang an mit entwickelt hat.
Bereits 2025 haben wir uns in unseren Seminarreihen StoCretec Partner Days und StoCretec Dialog Days mit Fragen, wie "Wie gestaltet sich in Zukunft der Umgang der Verwendbarkeitsnachweise gemäß TR-Instandhaltung?", "Was ist ein DIBt Gutachten und wie geht man damit um?", "Gibt es alternative Nachweise?", "Standsicherheitsrelevante Instandsetzung, mit welchen Systemen?" beschäftigt.
In einem aktuellen Interview gibt Alexander Jurecka nochmals wichtige Antworten.

Frage: Welche Bedeutung hat die TR Instandhaltung für die Planung von Betoninstandsetzungen?
Antwort: Dieses Regelwerk hat die Planung grundlegend verändert. Sie definiert klare Anforderungen an Bauprodukte, Systeme und deren Nachweisführung. Für Planer bedeutet das mehr Sicherheit, aber gleichzeitig auch einen höheren Anspruch an die Dokumentation und die frühzeitige Berücksichtigung normativer Vorgaben. In der Praxis zeigt sich das deutlich: Neben den klassischen technischen Merkblättern, Systemnachweisen, Leistungserklärungen und Prüfberichten müssen heute die sogenannte Verwendbarkeitsnachweise berücksichtigt werden.
Dadurch rückt die normgerechte Dokumentation bereits in der Planungsphase stärker in den Fokus als je zuvor.
Frage: Wie hat sich StoCretec auf die neuen Anforderungen eingestellt?
Antwort: Wir haben unser Portfolio konsequent auf die Anforderungen der TR Instandhaltung ausgerichtet mit geprüften Systemen, vollständig aufbereiteten Nachweisen und praxisorientierter Unterstützung für Planer und Verarbeiter.
Ziel war es, allen am Bau Beteiligten die Umsetzung der neuen Anforderungen so einfach wie möglich zu machen.
Frage: Warum wurden die projektspezifischen Nachweise durch die neuen Nachweisformen ersetzt
Antwort: Ziel sind einheitliche und vergleichbare Standards. Individuelle und projektspezifische Einzelnachweise waren oft aufwändig und schwer nachvollziehbar. Durch standardisierte Nachweisformen wird die Qualität gesichert und die Planung transparenter
Frage: Wie unterstützt StoCretec Planer und ausführende Unternehmen bei der Bereitstellung der erforderlichen Nachweise?
Antwort: Die am Bau Beteiligten erhalten bei uns Dokumentenpakete mit allen relevanten Nachweisen. Das umfasst Unterlagen zur nationalen und europäischen Verwendbarkeit und Übereinstimmungsnachweise zuzüglich der notwendigen europäischen Zertifizierung des Herstellwerks. Zugeordnet sind dann Angaben zur Ausführung und Verarbeitungsrichtlinien gemäß TR Instandhaltung. Die gebündelte Bereitstellung sorgt für maximale Transparenz und Effizienz. Planer und Verarbeiter sparen Zeit, reduzieren Risiken und Fehlerquellen und können sicher sein, dass alle Anforderungen vollständig erfüllt sind.
Persönliche technische Beratung, Schulungen und direkte Unterstützung in der Planungsphase zählen für uns ebenso zu den Angeboten, mit denen wir die Umsetzung der Anforderungen erleichtern.
Frage: Welche Risiken bestehen, wenn Nachweise nicht oder nicht vollständig vorliegen?
Antwort: Das kann zu erheblichen Problemen führen – von Verzögerungen im Bauablauf bis hin zu rechtlichen Risiken. Im schlimmsten Fall kann die Ausführung nicht freigegeben werden oder es entstehen Haftungsfragen.
Frage: Wie können Planer bereits in frühen Projektphasen sicherstellen, dass alle Anforderungen erfüllt werden?
Antwort: Entscheidend ist die frühzeitige Einbindung aller relevanten Vorgaben und die Auswahl geprüfter Systeme. Der Einsatz vollständiger Dokumentationspakete sowie die Abstimmung mit Herstellern wie StoCretec helfen, später auftretende Probleme zu vermeiden.
Vielen Dank, Alexander, für das Gespräch!