





Gebäuderevitalisierung auf engstem Raum: mit Silotechnik optimal gelöst
Am Rande des Bankenviertels von Frankfurt am Main soll aus dem 1963 erbauten Bürogebäude an der Bethmannstraße/Ecke Berliner Straße ein modernes Büro- und Einzelhandelsgebäude auf neun Obergeschossen und zwei Untergeschossen entstehen.
Neben einer modernen Architektur ist dem Bauherren die Nachhaltigkeit des Bauwerkes sehr wichtig. Daher wurde sich schon bei der Konzeptionierung, mit Fokus auf Ressourcenschonung und auf Grundlage der errechneten Einsparung von rund 8.450 Tonnen CO2, für eine Sanierung entschieden anstatt Abriss und Neubau.
Bei Untersuchungen des Bestandes stellte der Fachplaner fest, dass zur Erfüllung des Brandschutzes und für den Erhalt der Bausubstanz auf circa 11.000 Quadratmetern die Betondeckung an Decken, Wänden und Stützen zum Großteil erhöht werden musste.
Neben Umfang der Maßnahmen und kurzem Zeitfenster gab es noch weitere Herausforderungen:
Durch die enge Nachbarbebauung und die angrenzenden Straßen gab es nur wenig Platz für Lagerung und Verarbeitung der etwa 700 Tonnen Mörtel.
Das Bauwerk ist neun Etagen hoch. Es hat in der Bethmannstraße eine Schenkellänge von 60 Metern und in der Berliner Straße von 40 Metern. Dies bedeutete sehr lange horizontale wie auch vertikale Förderlängen.
In der Bethmannstraße kragt auf ganzer Länge eine circa sechs Meter breite Kolonnade über den Gehweg, was den Materialtransport mittels Gerüstaufzug unmöglich machte.
Wegen der Nachbarbebauung durften die Fenster während der Verarbeitung nicht geöffnet werden. Durch die hohe Staubbelastung schied hier ein Trockenspritzmörtel aus.
Auf all diese Herausforderungen konnte StoCretec optimal mit dem Instandsetzungsmörtel StoCrete TG 203 reagieren.
StoCrete TG 203 ist ein Betonersatz zur Instandsetzung von statisch und nicht statisch relevanten Betontragwerken mit zusätzlicher Prüfung für die Herstellung oder Wiederherstellung des Feuerwiderstandes. Hierdurch ließen sich der Feuerwiderstand des Stahlbetontragwerkes zuverlässig wiederherstellen und die Tragfähigkeit verbessern. Wegen seines ausgewogenen Verhältnisses von Zement und Zuschlagstoff aus einer fein abgestimmten Sieblinie haftet StoCrete TG 203 sehr gut und zeichnet sich durch geringen Rückprall sowie reduzierte Staubbelastung aus. Diese Materialabstimmung zeigte aber an dieser Baustelle noch weitere Vorteile:
Silotransport, kein Entmischen des Materials
Somit konnte der Betonersatz als Trockenmörtel platzsparend in zwei Drucksilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 22,5 Tonnen platzsparend bereitgestellt werden. Es wurden keine zusätzliche Flächen für die Lagerung von Sackware benötigt. Ebenso entfiel der Entsorgungsaufwand.
Trocken förderbar als Nassspritzmörtel
Dadurch konnte der StoCrete TG 203 bis in den obersten Stock hinauf trocken mittels Siloförderanlage transportiert und in das inoCOMB Cabrio 2.0 Kleinsilo per Übergabehaube eingeblasen werden.
Da es sich hier um ein geschlossenes System handelt, gab es weder im Außen- noch im Innenbereich eine Staubbelastung
Verarbeitbar im Durchlaufmischer des inoCOMB Cabrio 2.0 Kleinsilo
Dies sorgte für eine gleichbleibende Materialqualität und einen deutlichen Zeitgewinn bei der Verarbeitung.
So ließen sich die rund 11.000 Quadratmeter Fläche innerhalb des engen Zeitfensters fertigstellen.
Weitere Informationen gibt es hier im Objektbericht | PDF 1,8 MB