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Altbetoninstandsetzung am Fuchsbau, München, DE
Fuchsbau, München, DE: Foto: © Isabell Munck, Stuttgart, DE

Altbetone dauerhaft instandsetzen

Bauen im Bestand

Die Instandsetzung von Betonbauwerken dient der Verlängerung ihrer Restnutzungsdauer. Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff in das Bauwerk, bei dem nur das Nötigste entnommen und ersetzt wird. Damit tragen alle Projektbeteiligten – Betreiber, Planer, Verarbeiter und Materiallieferant – zur Schonung der natürlichen Ressourcen bei.

AURUM KCII, Köln, DE
AURUM KCII, Köln, DE; Foto: © StoCretec

Integriertes Gesamtkonzept

Mechanische Eigenschaften kombiniert mit hoher Dauerhaftigkeit und Brandschutz
Für die standsicherheitsrelevante und nicht standsicherheitsrelevante Betoninstandsetzung unter Berücksichtigung der vorhandenen Altbetonklasse empfehlen wir unser ganzheitliches Lösungskonzept. Es vereint die für Altbeton erforderlichen mechanischen Eigenschaften mit den hohen Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Instandsetzungsmörteln und -betonen. Ein wesentlicher Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Elastizitätsmodul und Schwindmaß. Je niedriger der E-Modul ist, desto höher darf das Schwindmaß sein. Je höher der E-Modul ist, desto geringer muss das Schwindmaß sein.

Integriertes Gesamtkonzept
Albtalsperre, Laufenburg, DE, StoConcrete Repair Prime TS 126; Foto: © StoCretec GmbH

Unser Gesamtkonzept ermöglicht eine je nach Objekt, Bauteil, Lage der Auftragsfläche, Art der Applikation und örtlichen Gegebenheiten geeignete Umsetzung der Instandsetzung. Die Betonersatzsysteme sind aufeinander abgestimmt. Sie erfüllen vollumfänglich die Anforderungen der jeweiligen Qualitätsstufe R2 bis R4 gemäß EN 1504-3. Dokumentiert ist dies durch die Leistungserklärung und die zugehörige CE-Kennzeichnung nach Bauproduktenverordnung (BauPVO). Eine engmaschige Qualitätskontrolle aus Eigen- und Fremdüberwachung stellt die kontinuierlich hohe Produktqualität sicher. Die Prüfnachweise für die Baustoffklasse „nichtbrennbar“ und die Feuerwiderstandsklasse runden das Gesamtkonzept ab.

Fuchsbau, München, DE
Fuchsbau, München, DE; Foto: © Isabell Munck, Stuttgart, DE

Integriertes Gesamtkonzept

Systemtabelle

SystemBetonersatzAltbetonklasseR-Klasse gem. EN 1504-3Statische MitwirkungBaustoffklasse gem. EN 13501-1Feuerwiderstand (ETK) gem. DIN 4102-2 (1)bzw. DIN EN 1365-2 (2)
StoConcrete Repair
Prime TS 126
StoCrete TS 126A2R2 A2-s1,d0F120 (2)
StoConcrete Repair
Prime TS 136
StoCrete TS 136A3R3STATA2-s1,d0F120 (2)
StoConcrete Repair
Prime TS 100
StoCrete TS 100A4R4STATA1F90 (1)
StoConcrete Repair
Prime TG 203
StoCrete TG 203A4R4STATA2-s1,d0F90 (2)
StoConcrete Screed Classic TGStoCrete TG 114
StoCrete TG 118
A4R4STATA2fl-s1 

Monolithisches Modell versus Mehrschichtmodell

Instandsetzung unter Berücksichtigung der Regelwerke
Der Dauerhaftigkeitsanspruch für Tragwerke aus Stahlbeton ist in der DIN EN 1992 (EC2) definiert. Dieser ist für die technische Umsetzung einer Instandsetzung bedeutsam. Die Anforderungen an ein angemessen dauerhaftes Tragwerk sind erfüllt, wenn dieses während der vorgesehenen Restnutzungsdauer seine Funktion hinsichtlich Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit ohne wesentlichen Verlust der Nutzungseigenschaften bei einem angemessenen Instandhaltungsaufwand erfüllt.

Mariendom Velbert-Neviges, DE
Mariendom Velbert-Neviges, DE, StoConcrete Repair Prime TS 100, Foto: © Martin Baitinger, Böblingen, DE

Im Neubau kommt das monolithische Modell zum Einsatz. Hierbei wird ein Bauteil vollständig aus nur einem Beton hergestellt.

Im Gegensatz dazu fußt die Sanierung/Betoninstandsetzung auf dem Mehrschichtmodell. Auf den vorbereiteten Betonuntergrund wird ein Betonersatzsystem aufgetragen. Dieses Mehrschichtsystem muss zusammen funktionieren und den Einwirkungen aus Umgebung sowie Untergrund dauerhaft standhalten. Es darf keine Inkompatibilität entstehen.

Im Betonersatz auftretende Spannungen müssen sicher in den Betonuntergrund eingeleitet werden.

 Mariendom Velbert-Neviges, DE; Foto: © TORKRET, Essen, DE
Mariendom Velbert-Neviges, DE; Foto: © TORKRET, Essen, DE

Bauaufsichtliche Anforderungen an den Brandschutz

Sicherheit im Brandfall vollumfänglich gewährleistet
Im Brandfall muss die Standsicherheit eines Bauwerks über eine vorgegebene Mindestdauer hinweg gewährleistet sein. Beim baulichen Brandschutz unterscheidet man zwischen dem Brandverhalten von Baustoffen und der Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen.

Im Brandfall muss die Standsicherheit eines Bauwerks gewährleistet sein.
AURUM KCII, Köln, DE, StoConcrete Repair Prime TS 136; Foto: © StoCretec GmbH

Anforderungen an den Brandschutz

Ziel des Brandschutzes ist der Schutz von Leben und Gesundheit sowie von Sachwerten.

Baustoffklasse
Hinsichtlich des Brandverhaltens kann die Klassifizierung von Baustoffen in Baustoffklassen nach DIN 4102-1 oder EN 13501-1 erfolgen.
Beispiel
Die „nichtbrennbaren Baustoffe“ sind nach DIN 4102-1 den Baustoffklassen A1 und A2 zugeordnet. Nach EN 13501-1 erfüllen die Klassen A1 und A2-s1, d0 die bauaufsichtliche Anforderung „nichtbrennbar“.
Feuerwiderstandsklasse
Die brandschutztechnische Klassifizierung von Bauteilen in Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102-2 und EN 13501-2 sind für den Nachweis der geforderten Feuerwiderstandsdauer eines Bauteils alternativ anwendbar.
Beispiel
Der bauaufsichtlichen Anforderung „feuerbeständig“ sind nach DIN 4102-2 die Feuerwiderstandsklasse F90 zugewiesen. Nach EN 13501-2 entspricht dies der Klasse R90 bei tragenden Bauteilen ohne Raumabschluss.
Hinweis
Es ist zu beachten, dass die Klassifizierungen nach DIN 4102 und EN 13501 nicht direkt aufeinander übertragbar sind.
Brandkurve
Der Nachweis der Feuerwiderstandsfähigkeit kann entsprechend unterschiedlicher Brandkurven erfolgen.
Beispiel
Die Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) bildet beispielsweise ein Brandszenario im Wohnungs- und Siedlungsbau ab.

Sie haben Fragen zur Altbeton-Instandsetzung?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen...
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Altbetone dauerhaft instandsetzen