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REACH: Beschränkungen für Diisocyanate

Beschränkungen von Diisocyanaten

Im August 2020 wurde die neue REACH-Beschränkungsregelung für Diisocyanate im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Das Ziel der Beschränkung ist, möglicherweise durch Diisocyanate verursachte Haut- und Atemwegssensibilisierungen zu verhindern. Hierzu sind Sicherheitsschulungen erforderlich.

Diisocyanate sind eine Grundlage für PU-basierte Produkte, wie zum Beispiel Bodenbeschichtungen oder PU-Schäume. Dabei fallen alle Stoffe und Gemische unter die Regelung, die > 0,1% Diisocyanate enthalten. Ausgenommen sind Produkte mit einem geringeren Gew.-%-Anteil.

Aufgrund dieser Neuerung in der REACH Verordnung gelten ab nächstem Jahr einige wichtige Fristen für die Anwendung von PU-Produkten im gewerblichen und industriellen Bereich:

Sicherheitsschulungen
Bis zum 24. August 2023 müssen gewerbliche und industrielle Verwender im sicheren Umgang mit diisocyanathaltigen Produkten geschult und zertifiziert sein. Dies gilt für alle gewerblichen und industriellen Verwender von Produkten mit einer Gesamtkonzentration an monomerem Diisocyanat von ≥ 0,1%.

Hinweise auf Schulungsbedarf:
Ab 24. Februar 2022 muss bei Produkten mit einer Gesamtkonzentration an monomerem Diisocyanat von ≥ 0,1% ein Hinweis auf Schulungsbedarf einer Sicherheitsschulung auf dem Etikett des Produktes enthalten sein.

Durchführung von Schulungen
FEICA bereitet in Abstimmung mit ISOPA und ALIPA, den europäischen Industrieverbänden der Diisocyanathersteller, Schulungsmaterial vor. Es wird davon ausgegangen, dass das Schulungsmaterial ab Februar 2022 zur Verfügung steht, damit alle Verwender von PU-Produkten rechtzeitig bis zum 24. August 2023 geschult und zertifiziert werden können. Für eine einfache Anwendung plant FEICA Online-Schulungen zur Verfügung zu stellen.

Mehr zum Schulungskonzept und der Online-Schulungsplattform finden Sie hier:


Fazit:
Die Verwendung von Produkten mit einer Gesamtkonzentration an monomerem Diisocyanat von ≥ 0,1% Diisocyanat in industriellen und gewerblichen Verwendungen wird auf die Fälle reduziert, in denen technische und organisatorische Maßnahmen vorhanden sind und eine standardisierte Mindestschulung absolviert wurde. Diese muss bis zum 24. August 2023 von allen gewerblichen und industriellen Verwendern absolviert sein, wenn Produkte mit einer Gesamtkonzentration an monomerem Diisocyanat von ≥ 0,1%. verwendet werden. Ziel: der sichere Umgang mit diisocyanathaltigen Produkten.

Flyer zum Download

Hier finden Sie den Flyer "Safe future for polyurethane" der FEICA, Deutsche Bauchemie und Industrieverband Klebstoffe zum Download

Flyer auf englisch

Information auf englisch