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A 57 Brückenverstärkung, Sonsbeck-Aspen (DE)

Projekt

A 57 Brückenverstärkung

Fertigstellung

2019

Architekt

Planer: Landesbetrieb Straßenbau NRW, Krefeld; Ingenieurbüro Garstecki, Erkrath

Ausführung

Leonhard Weiss

Bauherr

Landesbetrieb Straßenbau NRW, Krefeld

Produkte

StoPox KSH thix, StoPox Mörtel standfest,Sto S&P CFK Lamellen 20/1,7 NM, StoPox SK 41

CFK Lamelle: A 57 Brückenverstärkung unter dynamischer Belastung mit StoConcrete Carbon Plate

Baumaßnahme: Autobahnbrücken A 57, AS Sonsbeck-Aspen, NRW

CFK Lamellen: Brückenverstärkung unter dynamischer Belastung
Aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens mussten sechs Brücken auf der A 57 verstärkt werden. Als wirtschaftliche Lösung wählten Bauherr und Planer das Verstärkungssystem StoConcrete Carbon Plate von StoCretec (Kriftel). Zur Ausführung kamen die in Schlitze verklebten Sto S&P CFK Lamellen.

Im Zuge der Erneuerung der Autobahn A 57 wurden auf dem elf Kilometer langen Teilstück zwischen den Anschlussstellen Sonsbeck und Alpen (NRW) sechs Brückenbauwerke saniert. Neben der Instandsetzung der Abdichtung, des Belages sowie der Schutzeinrichtungen war eine Tragwerksverstärkung notwendig. Untersuchungen an den Kragarmanschnitten der Brücken ergaben, dass die Kragarme aus dem passiven Schutzsystem zur Ableitung der Anpralllast nicht ausgelegt waren. Somit bestand die Gefahr, dass die Brücken das enorm gestiegene Aufkommen insbesondere des Lastverkehrs auf Dauer nicht mehr tragen könnten.

Stärker als Bewehrungsstäbe
Zur Verstärkung der Kragarme entschied sich das Ingenieurbüro Garstecki für in Schlitze verklebte CFK Lamellen. Zum Einsatz kam das Verstärkungssystem StoConcrete Carbon Plate von StoCretec (Kriftel). Zunächst egalisierte der beauftragte Fachverarbeiter Leonhard Weiss den vorbereiteten und mit der Haftbrücke StoPox KSH thix versehenen Untergrund mit dem epoxidharzgebundenen Mörtel StoPox Mörtel standfest. Gleichzeitig diente der Mörtel zur Erhöhung der Betondeckung, die bereichsweise bei nur 1 bis 2 Zentimetern lag. Danach ließ er 30 Millimeter tiefe Schlitze in den Beton ein. Mit dem Epoxidharz StoPox SK 41 klebte Leonhard Weiss die CFK Lamellen anschließend in die Schlitze ein.

Die Verklebung der CFK Lamellen mit dem Beton bewirkt eine höhere Verbundtragfähigkeit als bei Bewehrungsstäben. Außerdem weisen die Lamellen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff ein geringeres Eigengewicht auf. Sie korrodieren nicht, sind flexibel vor Ort anpassbar und können auch unter dynamischer Belastung eingebaut werden. Somit waren die Brücken während der Bauarbeiten weiterhin befahrbar. Voraussetzung für diese Verstärkungslösung war eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) nach DAfStb Verstärkungsrichtlinie. Diese liegt für die hier eingesetzte Sto S&P CFK-Lamelle 20/1,7 NM vor (Z-36.12-88).

Für die bisher durchgeführten Bauabschnitte wurden insgesamt 2780 laufende Meter CFK Lamelle verarbeitet. Der letzte Bauabschnitt erfolgte im Frühjahr 2019. Die verstärkten Brücken sind für das zukünftige Verkehrsaufkommen gerüstet, und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist wieder gewährleistet.

Standort

Objektbericht

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