Zusätzliche Anforderungen für Wasserbaumörtel

Die ZTV-W LB 219 gibt jedoch nur die Rahmenbedingungen vor. Welche Anforderungen die Stoffe im Detail erfüllen müssen, ist in einem anderen Regelwerk, dem BAW Merkblatt(MSM) Spritzmörtel/Spritzbeton nach ZTV-W LB 219, Abschnitt 5, aufgeführt. Hier sind die Prüfanforderungen für Stoffe, die im Einsatzbereich der BAW freigegeben werden sollen, definiert und ergänzende Verweise auf Prüfvorschriften hinterlegt. Zu den mechanischen Eigenschaften der Altbetone passend müssen Instandsetzungsmörtel (PCC, SPCC) eine vergleichbare mechanische Beschaffenheit aufweisen (z. B. E-Modul).

Bei Betonen wird eine geringe Festigkeit in der Regel durch einen Zement mit niedriger Festigkeit, einem geringen Zementgehalt und einem hohen Wasser/Zement-Wert erreicht. Mit diesem Vorgehen erhält man jedoch auch einen Beton mit einer hohen Wasseraufnahme, einem geringen Karbonatisierungs- und Chlorideindringwiderstand sowie einer schlechten Frost-Tau-Wechselbeständigkeit. Dies sind Eigenschaften, die sich nicht für eine dauerhafte Instandsetzung eignen. Für die Herstellung von Instandsetzungsmörteln ist es daher erforderlich, die mechanischen Eigenschaften und die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit zusammen zu bringen.



Wesentliche Anforderungen an die Instandsetzungsprodukte sind:
• Geringe Wasseraufnahme
• Hohe Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkungen von Frost-Tau-Wechseln
• Hohe Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Chloriden z. B. aus Salzwasser
• Geringer Karbonatisierungsfortschritt
• Geringer Rückprall bei Spritzapplikation
• Sehr dichtes Gefüge